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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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nahe bei der Stadt. Häufig auch sah man ihn des Morgens,den Büchsensack mit Papieren nnd Büchern über der Schulter,in der Hand einen starken knotigen Stock, seinen Seidcnspitzzur Seite, durch die große Lindenallee, die nach der Eremitageführt, gehen. Eine halbe Stunde von der Stadt, wo derWeg fich theilt, steht mit freier Aussicht über das Thal vonAichach und aus das Fichtelgebirge ein kleines Hans, in dessenobcrm Stockwerk Jean Paul ein Zimmerchcn zu seiner Arbeit-stube machte. Die gntmüthige, freundliche und ans die Ehreeines solchen Besuches stolze Besitzerin des Hauses, FrauRollwcnzel sel., hat nicht nur das Glück erlebt, daß ihrhochverehrter Gast ihrem Häuschen bis an sein Ende treu ge-blieben ist, sondern auch daß ihr Name mit den Erinnerungenau ihn in dauernde Verbindung gebracht worden. Denn wernach Jean Paul fragte in Baircuth, der wurde in der Regelzur Frau Rollwenzcl gewiesen, wo er so häufig arbeitete, undnoch bis zum Tode der guten Frau, ja noch lange nachher,wurde das Stübchen unverändert gelassen, wo der Schreibtischdes Dichters gestanden. Und da ihr diese Stelle gesichert istim Leben Jean Pauls, so wollen wir sie auch selbstredend ein-sühren mit den Worten, wie sic uns ein treuer, trefflicher Be-richterstatter, der Dichter Wilhelm Müller, überliefert hat,als er nach Jean Pauls Tode Baircuth und das Rollwenzel-Häuschcn besucht hatte. Er schreibt:

..Eine schattige Kastanien-Allee führt nach der Eremi-tage. Aber ans halbem Wege, da wo er eine scharfe Ecke bil-det und sich links wendet, machen wir an einem kleinen bräun-lichen Wirthshause Halt, vor dessen Thür unS eine ältliche,wohlbeleibte, kleine Frau, mit einem klugen und beredten Ge-sicht, in einer zwischen Stadt und Dorf schwankenden Tracht,