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Aus Jean Paul's Leben
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lebniß stellte auch das politische Tintenfaß auf seinen Schreib-tisch.

Er batte nchmlich dem Herzog Emil August von Gotha,mit welchem er schon seit lange in freundschaftlichem Verhält-nis stand, die Acsthctik gewidmet. Der Herzog hatte dieWidmung und die seiner Genehmigung unterworfene Formderselben mit großer Freude angenommen; aber die phi-losophische Facultät zu Jena, aus Machtvollkom-menheit des ihr üb ertragenen Censor-Amtes, strichdie Dcdication, da sie ihr dem gegen Lerenmsimuin uner-läßlichen Kanzlcystyl nicht gemäß zu sein schien. Es halfauch nichts, daß Lersnmsinnis sich besonders für die Dedica-tion aussprachen: die Facultät hatte gesprochen und die Frei-heit mußte der Weisheit weichen. Aber sie trat nur zurück,um mit der Geißel in der Hand wieder zu erscheine». JeanPaul schrieb das Fr eiheitsbüch lein," und gab in dem-selben seine Korrespondenz mit dem Herzog und sein erstesenergisches Votum für Preßfreiheit.

In Koburg wurde Richtern ein Sohn geboren, der denNamen Maximilian erhielt, unter schönen Hoffnungen heran-wuchs, aber dann im schönsten Jünglingsalter Plötzlich starb.

Jean Paul hatte viel angenehme Verhältnisse in Koburggefunden. Der Hof behandelte ihn mit gebührender Auszeich-nung. Die alte Herzogin war geistreich, und die beiden nochunvcrmählten Töchter sehr liebenswürdig. Jeden Sonntagwurde er zur Mittagtafel geladen, der immer ein Concert,zuweilen ein Ball folgte, wo sich die schönen Prinzessinnenbesonders reizend zeigten. Damals fand die Vermählung dernachmaligen Herzogin von Kcnt mit dem Fürsten v. Lciningcnstatt und Jean Paul mußte allen Hoffestcn beiwohnen. Nun