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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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vereinigte zn der Zeit Koburg mehre ausgezeichnete Gelehrte,oder sonst bedeutende Menschen, wie Ortloss, v. Thüm-mcl, Truchseß v. d. Bettenburg, Prinz Louis undden alten östreich. Feldmarschall Prinz Friedrich. Auf ei-gcnthnmlich leidige Weise wurde Jean Paul durch den bekann-ten Streit zwischen Kreisch mann und v. Wangenhcimberührt. Kretschmann hatte ihn in seine glänzendsten und seinevertraulichsten Kreise gezogen, und sah in ihm eine feste Stützein seiner durch seine bürgerliche Herkunft erschwerten Stellungdem Hofe gegenüber, und hatte durch sein Talent und seinenGeist Jean Paul sehr für sich eingenommen. Zn gleicher Zeitkonnte der Enthusiasmus Wangenheims, die Fülle von Kräf-ten und Fähigkeiten, die sich hier erschloß, nicht verfehlen, ansRichter einen tiefen Eindruck zn machen, und er crwicderte diedargcbrachtc Begeisterung mit warmer Gegenliebe. Als nunder Vcrnichtnngskampf dieser beiden Männer, die sich mit glei-chem Vertrauen an Jean Paul angcschlossen, ansbrach, kamletzter in eine für sein Gemüth unerträgliche Stellung. Dank-barkeit band ihn an Kretschmann, und doch zwang ihn dieRechtschaffenheit Wangcnheims, für diesen öffentlich und selbstvor Gericht zn zeugen. Diese Verhältnisse mußten ihm denAufenthalt in Koburg verleiden. Nur zwei Dinge fesseltenihn mit festen Banden: die äußerst reichhaltige herzogliche Bi-bliothek und die schöne Gegend. Diese verlor bei längermAufenthalt keinen der Reize, mit denen sic ihn beim erstenBesuch znm Wicdcrkommen und Bleiben gelockt hatte; nament-lich hatte er für seine Lust, im Freien zu arbeiten, ein Plätzchenauf dem nahenAdamiberg" gefunden, und oft ganze Tagein den benachbarten Dörfern mit seinem wandernden Schreibtischund der kleinen Familie zngebracht; und doch wollte der