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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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Wagner, der liebenswürdige Verfasser derreisendenMaler," desA B C eines vierzigjährigen Fibclschützen" re.konnte Jean Paul mit Recht einen Freund nennen, für denihm die NamenWohlthätcr, Vater, Bruder" nicht voll ge-nug klangen. Einsam auf dem Lande, mit überströmcndemHerzen und quellender Phantasie, aber ungewiß über seinenBeruf zur Poesie, hatte er an Jean Paul vertrauend geschrie-ben, nnd durch ihn Muth zur Kunst, Gewißheit des Gelin-gens und selbst eine Stellung, wie er sie nur wünschen konnte(als Kabinct-Sccretair des Herzogs) erhalten, die ihm Frei-heit genug ließ, alle dichterischen Pläne zur Ausführung zubringen.

Im Mai 1803 war Jean Paul nach Koburg übergesic-dclt. Die großen Veränderungen in den europäischen Ver-hältnissen, welche durch das Ende der französischen Revolution,durch die Gründung einer neuen Alleinherrschaft in Frankreichnnd durch ihre Ausbreitung nach allen Seiten vorbereitet undherbcigesührt wurden, mußten auch in dem Leben eines Dich-ters Umwandlungen bewirken, welcher von Jugend an der Be-wegung seiner Zeit gefolgt, nnd ihre Begeisterung für Freiheitim Denken und Handeln immer gethcilt hatte. Wenn er da-her an Otto schrieb:Göthe war weitsichtiger als die ganzeWelt, und verachtete den Anfang der Revolution so als wirdas Ende," so spürt man etwas von der nicderdrückendenSchwere der Erlebnisse und vom Hcrannahcn der Macht, diebald alle Kräfte in Deutschland, nicht nur die poetischen, läh-men sollte. Und so konnte er wohl (1807) in sein Tagebuchschreiben:Seit vier oder fünf Jahren Hab' ich wohl ausund mit dem Herzen geschrieben, aber ich borgte nur aus demHerzen den Stoff; und der Stoff und die Zeit waren