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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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ungethan; dagegen folgte noch manch heiteres und erhebendesWerk auch außer den kritischen und philosophischen.

Was aber ganz besonders bei dem Rückblick auf diesereiche, rastlose Thätigkeit erquickt, ist, daß Jean Paul einenfesten Boden für dieselbe unter sich, und daß er denselben durchseinen Genius allein und durch treues Festhalten an ihm sicherrungen hatte, so daß er getrosten Muthes unterm 21. Juli1802 an den Freund und Wohlthäter seiner Jugend, den Pfar-rer Vogel in Arzbcrg, schreiben konnte:

Ich habe durch meine zwanzigjährige Festigkeit endlichdie Unabhängigkeit und das ganze gelobte Land erkämpft, dasanfangs nur eine Wolke war, daun unter einer lag, und end-lich lebendig da ist."

An den Aufenthalt in Meiningen knüpft sich noch dieErinnerung an zwei Männer, die, wenn sic nachmals literari-schen Ruhm und Anerkennung gefunden, die ersten Wege dazuJean Paul zu verdanken haben; diese beiden Männer warenI. E. Wagner und W. Kanne. Der letztre hatte sich, undzwar in großer äußrer Bedrängniß, unter dem erborgten Na-men Walther Verzins mit einem Manuscript an JeanPaul gewendet um Rath, Hülfe und Geldunterstützung. JeanPaul hatte die eigne Lcidenszeit noch zn frisch im Gcdächtnißund das Talent und die Eigcnthümlichkeit Kanne's lagen ihmso offen da, daß er (der Grundverschiedenheit ihrer Lebensan-sichtcn ungeachtet) für ihn that, was in seinen Kräften stand,und ihm anßer augenblicklicher Hülse auch einen Verleger fürsein Manuscript verschaffte, das unter dem TitelKleine Hand-rcise von W. Verzins" bei Dienemann erschien. Daß JeanPaul später Kanne'serste Urkunden der Geschichte" mit einerVorrede begleitete, ist bekannt.