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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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ließ. An dem Präsidenten Heim hatte Jean Paul einenMann der umfassendsten Bildung und mit ihm die glücklichstenStunden. Sonst war allerdings der Umgang etwas beschränktund Richter fühlte bald den Mangel hinreichender Anregungvon außen, vor allem aber den Mangel einer größern Biblio-thek, so daß er nach einem Besuch in Koburg, im Octob. 1802,wo grad' in letztgedachter Beziehung vortrefflich gesorgt war,den Entschluß faßte, dahin überzusiedeln.

Jean Paul hatte während seines Aufenthaltes in Mei-ningen mehre kleine Reisen gemacht, nach Cassel, nach Baircuth,nach Hildbnrghausen, auch nach Weimar, wo indeß der edleHerder schon sichtlich seinem Ende zuging und ihm damit tiefcindringende Schmerzen gab; auch hatte die Freundschaft desFürsten zu manchen, wenn auch ergötzlichen, doch immer zeitrau-benden Ausflügen in die schöne Umgegend geführt; und den-noch war er dabei außerordentlich fleißig. Vor allem wurdeder Titan, von dem bei seiner Ankunft in Meiningen erst zweiBände erschienen, gänzlich vollendet. Es ist ein schönes Zu-sammentreffen im Leben Jean Pauls, daß sein größtes undherrlichstes Werk, von dem er später sagen konnte, daß er da-rindas Heiligste in seiner Brust anbetc, und daß ihn dieseIdealität seines Innern nur zu stark ergriffe," aus der Stim-mung der höchsten Befriedigung, aus dem Genuß der vollkom-mensten Erdenglückseligkeit (denn auch die ersten Vatcrfreudcnerlebte er in Meiningen am 20. Sept. 1802) hervorgehen durfte,und deutlich trägt cs auch die Zeichen eines ganz harmonischenDaseins auf allen Blättern. In Berlin, unter dem Sonnen-aufgang seiner Liebe, hatte Jean Paul den zweiten Band desTitan geschrieben (14. Nov. 1799 bis 10. Dec. 1800). Da-zwischen fallen einige kleinere Merkchen:das heimliche