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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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der Glücklichen harrten, nach dem stillen, anmuthigen nndvornehmlich im Frühlingsschmuck unendlich reizenden Mei-nt n g e n.

Nach den Auszeichnungen, die Jean Paul im Lauf derletzten Jahre erfahren, nach der begeisterten Huldigung nament-lich, die ihm von den schönsten und ausgezeichnetsten Frauendargebracht worden, Ware die Ehe ohne die felsenfeste Gewiß-heit einer ewigen, heiligen Liebe ein großes Wagniß gewesen.Aber Herder war beim ersten Anblick der jungen Frau intiefster Rührung in die Worte ausgebrochen:Ja, Sie sind,was er haben mußte; Sie brauchen nicht zu sprechen; mansieht schon alles!" Jean Paul aber schrieb am 21. Juni d.I. an Otto:Ich habe Dir wenig zu sagen, wenn Du nichtneben mir sitzest. An Zeit ist nicht zu denken. Ich kannnicht sagen, daß ich eben zufrieden bin; indcß bin ich wenig-stens selig. Die Ehe hat mich so recht tief ins häusliche,feste, stille, runde Leben hineingesctzt. Gearbeitet nnd gelesensoll jetzt werden; das Verlieben kann ausgesetzt werden.Herder und sie wurden die ^morosi meiner Frau; die Herzo-gin Mutter, bei der sie, sagte zu meiner Beruhigung, ichsei ihrer gar nicht werth; Wieland schreibt, ich sei ein Günst-ling des Schicksals. Hier am Hose gefiel sie Allen sehr....Ich habe mit ihr weiter nichts in der Ehe gefunden, als wasich vorher vermnthete, daß man sich darin noch hundert Malinniger und neuer liebt, als vorher."

Und Jean Pauls Gattin schrieb an ihren Vater:Soglücklich als ich bin, glaubte ich nie zu werden. Jede Minuteschlingt unsre Seelen fester in einander. Sonderbar wird csIhnen klingen, wenn ich Ihnen sage, daß der hohe Enthusias-mus, der mich bei Richters Bekanntschaft hinriß, der aber

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