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er uns im Gehen über seine Bruch- und Felsenstückc auflegt;wie wir mnthlos still stehen, wenn er uns auf Wege führenwill, die dunkel und verworren scheinen: so gewahrt er uns dochauch dann, wenn wir ihn bis an das von ihm gesteckte Ziel fol-gen, eine überschwänglich herrliche Aussicht, einen Vorschmackvon dem, waS noch kein Auge gcsehn, kein Ohr gehört hat."
Diese und ähnliche Worte waren nicht der Ausdruck ei-ner individuellen Begeisterung; sic bezeichnen die allgemeineStimmung, mit der Jean Paul überall in Berlin ausgenom-men war, bei Männern und Frauen, bei Gelehrten und Staats-männern und selbst am Hofe Von Sanssouci wurden ihm Zei-chen, wenn auch nicht feuriger, doch warmer Theilvahme undAnerkennung von der schönsten der Königinnen gegeben.
Der ganze. Zuschnitt des Lebens in Berlin gefiel Richternausnehmend, die Höhe und Allgemeinheit der Bildung, dieschöne Gastlichkeit und Geselligkeit, die weitblickende Bcnrthci-lnng politischer Verhältnisse, Alles. „Nur in Berlin ist Frei-heit und Gesetz," schrieb er an Otto, und rasch war sein Ent-schluß gefaßt, für den Winter dahin zurückzukchren.
Allerdings hatte zu diesem Entschluß noch ein besondrerUmstand mitgcwirkt, der ihn an die wichtigste Entscheidungüber seine Lcbensverhältnisse führte. Viele Frauen und Mäd-chen hatte Jean Paul kennen gelernt, edle, feine, großherzige,anmuthige Seelen, alle entzündet von seinem reinen, reichen,hohen Geist und voll übcrströmender Liebe für ihn; aber dieSehnsucht seines Herzens, wie willig er sich auch immer vonneuem einer Täuschung hingegcbcn, war unbefriedigt geblieben.Ja, fast umschlungen schon von den Roscnkettcn einer zartestenNeigung, hatte er einmal in Tharandt (Ang. 1798) nebendem Wesen, das er innig verehrte, in seine Brieftasche eine