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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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Zu den wundervollen Erscheinungen aller Zeiten undwomit besonders der Glanz nnscrs Jahrhunderts noch einenausgezeichneten Strahlcnnachschnß bekam, gehört die Erschei-nung des Jean Paul. Hier unter uns kennt ihn säst niemand,und diejenigen, welche sich rühmen können, ihn gcsehn und ge-sprochen zu haben, werden selbst als Erscheinungen einer an-dern Welt betrachtet, als Propheten, die da kommen und voneinem Wunder zeugen, welches den Sinnen unbegreiflich ist.Seine Entstehung in der Schriftsteller-Menge kam so schnellund nnbcrcchnct, wie noch niemals ein außerordentlicher Mannerschienen ist. Aller Rcichthum der Sprachen, nicht unsrerSprache allein, schien erschöpft durch die ersten Denker derNation; nichts Mögliches an Kraft schien mehr für Worteund Darstellung der Gedanken übrig zu sein, als in einerganz neuen, ihm nur eignen Sprache ein Jean Paul gehar-nischt anftritt und dem deutschen Genius selbst die Spitze bie-tet. Niemand hat ihn vorher gewittert, niemand von einemso seltnen Manne Spuren gehabt; wie ein Wcttcrstrahl brachseine Ankunst herein; aber wohlthucnd wie das Gestirn desTages ist sein Verweilen.

Seine Schriften, die selbst von den geübtesten Lesern stehschwer lesen lassen, haben ihren eignen Gang und Ton. DieNatur ist sein Haus, die Weisen sind sein Spiclwcrk, die Men-schen seine Maschinen. Keine Kraft, kein Geschaffnes in der ge-offcnbartcn Welt ist ihm unbekannt, mit unsäglichem Forschenhat er alles in sein Gedächtnis gezogen, was nur einen Namenhat. Wie die Sonne durchleuchtet er das Verborgene der Natnr-kräftc und die Labyrinthe des Herzens. Wie sehr er uns auchoft durch seine Launen im ruhigen Anschauen seiner göttlichenBilder stört; und wie wir auch murren über die Arbeit, welche