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Ungefähr um die cbengcdachte Zeit empfing er einen anony-men Brief aus Belgard in Hintcrpommcrn, der so anfängt:
„81 f'etois reiiiL, I'nnteur ck'lles^erus seroit inon Pre-mier ininistro. 8i f'nvois ^uinrs ans et gne (o pnisoe es-^erer ci'etre sn Llotilcie, fs me croirni8 jllns i>e»ie»ss c^usci'etls reine ete."
Die Bricfstcllcrin war Fr an v. Sydow, eine gcborneFranzösin, Schriftstellerin und der deutschen Sprache soweitmächtig, um mehres von Jean Paul ins Französische übersetzenzu können.
Der Brief und die über denselben ausgegosscne kindlicheUnschuld und tiefe Empfindung nahmen den Dichter so fürdie Urheberin desselben ein, daß er in eifrigen Briefwechselmit ihr trat und ihretwegen im Mai 1800 nach Berlin ging,um dort zwei Tage (länger konnte sie ihr Hans nicht verlas-sen) in ihrer Gesellschaft glücklich zu sein. „Meine Sydow,schrieb er von dieser Zusammenkunft an Otto, hat meine ver-mehrte Achtung mitgenommen. Welches Weib! Südliche Nai-vctät bis zum Komischen, südliches Feuer, Festigkeit, Weichheitund ein treues deutsches Auge! Sie liebt' ich, wie Gott cshaben will!"
Aber dicß war nicht der einzige Schatz, den er in Berlinhob. Von allen Seiten flogen ihm Kränze und Herzen zu.„Ich kenne keinen Schriftsteller ältrer oder ncnrcr Zeiten(schrieb ihm Frau v. Gad, eine der geistreichsten Freundin-nen Jean Pauls in Berlin, Verfasserin vorzüglicher Schrif-ten über England und Portugal), der so allgemein von denFrauen geliebt wurde als Sie. Dicß anzufnhrcn muß IhrBiograph einst nicht vergessen." Noch che sic seine persönlicheBekanntschaft gemacht, hatte sie in ihr Tagebuch geschrieben: