verlassen. Noch jüngst in Dobbcran, wo ich den ersten TheilIhrer Palingcncsien mit Entzücken las, war es nahe daran,daß ich mich nicht mehr gehalten hätte. Dessen was ich fürSic in nnd ans dem Herzen hatte, war zu viel, cs war un-endlich; dicß hemmte mich jedesmal .... Wahrlich, meinlieber Jean Paul, cs ist unendlich, was ich Ihnen zu sagenhatte von meinem Leben mit Ihnen in Ihren Schriften. WieSic die mcinigcn gelesen haben, ist mir wohl zu Herzen ge-gangen auf eine ganz eigne Weise im zweiten Theil des Sie-bcnkäs, was Ihnen selbst vielleicht nicht so einlcnchtcn mag.Ich verweise Sie an den Geist der Weissagung in Ihnen;wenn er Ihnen auch nicht genug sagt nach meinen Wünschen,so sagt er Ihnen doch mehr, als ich anszudrückcn vermag, nndals überhaupt stch ansdrückcn läßt."
Zn den Zerstreuungen, die der Aufenthalt in Leipzig mitstch brachte, kamen auch noch kleine Reisen, zu denen sich man-nichfache Veranlassung fand. Heimweh führte ihn nach Hof,obwohl außer dem Grabhügel der Mutter und dem Händedruckseines Christian dort nicht viel war, was seiner SehnsuchtFlügel angesetzt haben konnte. Ein Ausflug nach Halle undHalberstadt brachte ihn mit Reichardt (in Giebichenstein),mit Niem eher nnd Lafontaine zusammen und führte ihnendlich auch an das biedere, warmlicbcndc Herz des alten„Deutschmeisters" Gleim. Mit Emilie v. Berlepsch reisteJean Paul nach Dresden, und hier verlebt er — zwar nichtunter Menschen, obschon sic ihn mit zuvorkommender Freund-lichkeit anfnahmen; nicht durch die Reize der Umgebung, derenSchönheit sprüchwörtlich geworden ist, — in seiner Dichter-scclc einen neuen gewaltigen Eindruck durch die Kunst.
„Ich will nichts ausheben, schreibt er an Otto, als den