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-er aus den Höfer Verhältnissen heraus müsse, so war dochweder über das Wann? noch das Wie? ein Plan in ihm ge-reift. Plötzlich griff das Schicksal mit einem tiefen Schmerzrn sein Leben und gab die Entscheidung. Während er imBad zu Egcr seine durch anhaltendes Arbeiten angegriffeneGesundheit herstellte, schloß der Tod daheim die Augen seinerinniggelicbten Mutter und verschüttete ihm die gewohntenPfade mit einem Grabe. Dazu kam, daß ihn die wissenschaft-liche Ausbildung seines jüngern Bruders Samuel, eines sehrtalentvollen Jünglings, deren Ueberwachung er sich zur Pflichtgemacht, nach einer Universitätstadt wies, und so erkor erLeipzig als Aufenthaltsort für die nächsten Jahre, und setztedie Abreise aus den hcrannahcnden Herbst fest. Leicht wurdeihm der Abschied nicht von einem Ort, der ihm zur Vaterstadtgeworden, von seinem Freunde Otto, für den er — das wußteer — nirgend einen Ersatz fand; von so vielen licbgewordc-ncn Orten und Menschen, und sein Herz blutete, wie jedesdem er Lebewohl sagte. Statt vieler sei nur einer liebens-würdigsten Seele gedacht, der Frau Sophie von Brüningans Hohenberg nahe bei Hof, die mit einer von der lieblich-sten Anmnth und reinsten Unschuld getragenen ZuneigungRichtern beglückte, und in der Trennung von ihm Alles zuverlieren meinte, was ihr werth war.
Inzwischen hatte ihm das Schicksal eine Entschädigungfür so viele Verluste bereitet. Emilie von Berlepsch, einejunge Frau von hohem Geist, Hellem Verstand und ausgcbrci-tetcn Kenntnissen, ausgcstattet mit einer imponierenden Schön-heit, die durch den Ausdruck mannichsachcr Leiden — sie warseit kurzem Wittwc — noch erhöht wurde, war um jene Zeitnach Hof gekommen, hatte Jean Paul ausgesucht, war dann