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dm, der Tröster von Betrübten, die Zuflucht von hundertschönen Seelen im unglücklichen Bewußtsein. Zn den persön-lichen neuen Bekanntschaften von Auszeichnung kam in dieserZeit die nachmals durch religiöse Schwärmerei berühmt ge-wordene Julie v. Krüdencr, geb. v. Victinghoff, die beiihrer Durchreise durch Hof Richtern aussuchtc und durch Geist,Schwung der Empfindung und eine blendende Schönheit denDichter zu bezaubern wußte, so daß er wenigstens eine kurzeZeit den Gedanken, ihrer Einladung an den Gcnfcrsee zu fol-gen, für ausführbar hielt. Entschiedener war er bei einer an-dern Aufforderung, der nehmlich, nach den Nheingegcndcn zukommen, um dort die Erziehung eines Prinzen und einerPrinzessin von Hohenlohe zu leiten. „Ich werde, antworteteJean Paul auf dieß Anerbieten, auf meinem literarischenSpiel- und Marktplatz keine Kinder mehr erziehen, als meine;ich werde jetzt nach der Manumission des Schicksals in mei-ner inner» NcichSunmittclbarkeit leben und sterben. Ich habesoviel zu schreiben, daß, wenn ich im achtzigsten Jahre vomSchreibtisch ausstehc oder vielmehr nmfalle, ich mich ärgernwerde, daß mir der Tod aus der Schreibstube des Lebensschon veniam Lxenucli gibt."
In dieser Zeit schrieb Jean Paul den Jubelscnior(vom 21. Sept. 1796 bis 4. Jan. 1797); das Kampancr-thal, vom Januar bis 10. Fcbr. 1797, und die Erklärungder Holzschnitte, bis zum 1. April d. I. Die zweiteAuflage des Hesperus ward beendigt am 8. Juni 1797 undam 21. Juni der erste Band des Titan angefangen, aberEnde Oct. unterbrochen.
Obwohl Jean Paul schon seit länger, vornehmlich aberseit dem kurzen Aufenthalt in Weimar empfunden hatte, daß