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Aus Jean Paul's Leben
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Geben Sie mir eine neue Sprache, so will ich unter allenBriefschulden diese am liebsten tilgen. Bei manchem Versuchewar mir jeder Ausdruck zu arm und kahl."

Sehr anders gestaltete sich das Vcrhältniß zu Schillerund Göthe, von denen der erste in Jena lebte. Sie hattensich bereits, bevor sie Richter gesehen, in Briefen ungünstig, jaherb über ihn ausgesprochen; und höchstens hatte Schiller denlustigen Patron" ergötzlich gefunden. Freilich wirkte die un-mittelbare Erscheinung des außerordentlichen Menschen auchauf sie wenigstens so weit erwärmend, daß Göthe erklärte, durchseineWahrheitsliebe und den Wunsch, etwas in sich aufzu-nchmen, für ihn eingenommen zu sein;" und daß Schiller ihnnicht nur einlud, Mitarbeiter bei denHoren" zu werden,sondern sogar seine feste Uebcrsiedclung nach Jena betreibenwollte.

Für Jean Paul übrigens, wie leicht und unbefangen ersich vor Fremden und Fernstehenden bewegte, hatte der Gangzu Schiller und Göthe, vornehmlich zu letzterm, besondereSchwierigkeiten. Er hatte ihm, und zwar als ein Zeichen derwahrsten innigsten Verehrung, vor Jahren dieunsichtbareLoge" und später, obschon Brief und Buch ohne Erwiederunggeblieben, denHespcrus" gesendet. Auch hieraus hatte Göthenicht geantwortet. Kein Wunder, daß Jean Paul ihm gegen-über besangen war.Ich kam mit Scheu zu Göthe, schrieber an Otto. Jeder malte ihn ganz kalt für alle Menschenund Sachen auf der Erde. Die Kalb sagte: er bewundertnichts mehr, nicht einmal sich; jedes Wort sei Eis, zumal ge-gen Fremde, die er selten vorlaffc. Ich ging ohne Wärme.Sein Haus frappiert; cs ist das einzige in Weimar im ita-lienischen Geschmack mit solchen Treppen, ein Pantheon voll