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Jean Paul hatte ihn zuerst aus Briefen au eine HöferFreundin, sodann hei seinem ersten Besuch in Baireuth per-sönlich kennen gelernt, und wie kurz auch das Zusammenseingewesen, er wußte cS, daß er einen ewigen Freund in ihm ge-funden hatte. In dieser Empfindung schrieb er an ihn (imOctober 1794): „Es thnt meiner ganzen Seele wohl, daßSie mich lesen. Ich und Sic gehören zusammen; unsre Be-kanntschaft ist kurz, aber unsre Verwandtschaft ist ewig. MeineSeele ist nicht der Wiederhall der Ihrigen, sondern Echo undKlang fließen zusammen, wenn sic nahe an einander sind, inder Physik und in der Freundschaft. Ach, in diesem zerstäuben-den Leben, in dieser finstern Banmannshöhle von Welt, woBlut, wie Tropfstein, zu unfern Gestalten zusammcntropft undwo diese Gestalten so kurz blinken und so bald schmelzen, indiesem schillernden Dunst um uns, gibt cs ja nichts Stehendesund Fortglühendes und nichts was uns Gefühle der Unvcr-gänglichkeit reicht, als ein Herz das geliebt wird, und einesdas liebt. Und doch brauchen diese zerfließenden Schatten einDezennium, um einen Bund zu schließen, und nur eine Mi-nute, um ihn zu trennen. — Ich und Sie haben das Dezen-nium nicht gebraucht.— Der Frühling, der uns soviel Blnthenwiedergibt, wird mir auch Bairenth und seine geliebten Men-schen wiederschcnkcn, die jetzt, wie er, sich von mir trennen.Lassen Sie uns wenigstens auf dem Papier öfter die Händereichen, doch so, daß wir Briese nicht wie Visiten nicht ge-gen einander berechnen, daß keiner schweige, wenn der Andereschweigt re."
Der Briefwechsel, der sich von da an entspann, führtebeide in immer wachsender Liebe näher zusammen. Unvermerktwar Emanuel der dritte im Bunde, welchen Jean Paul mit
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