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der (meteorologisch) schöne Sommer von 1794 für Jean Pauleiner der schönsten. Der Hespcrus vollendet; Otto, das Ora-kel nnd Gottesgericht seiner Zukunft und seines Wertstes, zwarimmer warm bisher, aber nie glühend, plötzlich (bei dem Hes-pcrus) in aufflammendcr Begeisterung für den allen Großender Dichtkunst ebenbürtigen Freund; neue Entwürfe im Kopfennd alle Schleusen des Dichtcrstroms geöffnet; dazu Reisen,nnd zwar bedeutende, in die große Welt: von Hof nach Bai-rcnth, wo er zum ersten Male die Autorsrcndc erlebte, vonganz fremden Menschen, sogar von einer Fürstin*) gekannt zusein, blos durch sein Buch; neue, angenehme Bekanntschaften;und über alles ein neuer Freund.
Dicß war Emanucl, ein jüdischer Geschäftsmann, dersich aus ziemlich untergeordneten Verhältnissen zu nicht unbe-trächtlichem Wohlstand emporgearbcitct, ein Mann von hoherSchönheit und würdevollem, einnehmendem Wesen, und wennauch nicht wissenschaftlich gebildet, doch ausgcstattct mit einerglücklichen Gabe der Auffassung, Frische und Tiefe der Empfin-dung, frei und hoch im Denken und unerschöpflich in sinni-gen Bemerkungen und eigenthümlichen Beobachtungen. DieseEigenschaften, auf denen übcrdieß der seiner Nation eigenthüm-lichc Glanz des Orientalismus lag, zogen ihm vornehmlichdie Verehrung gefühlvoller und geistreicher Frauen zu. Aberauch Männer von Bedeutung legten einen hohen Werth ausseinen Umgang und seine Freundschaft, wie denn namentlichHerder in vertrautem Verhältniß zu ihm stand, Thieriot einenBriefwechsel mit ihm unterhielt, der eine wahre Fundgrubefür Witz und Vergnügen auch für fremde Leser sein würde.
') Die Fürstin Lichnowsky, welche sich in Baircuth aufhielt, woHofrath Schäfer die Erziehung ihres Sohnes leitete.