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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
Seite
193
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jungen Mann aus dem Comptoirfcnster, und zahlte für denHespcrus zweihundert prcußische Thaler. Es war einleidliches Geschäft, nur nicht für den Verfasser, der nun, nachHof znrückgekchrt und von der Sorge ums Leben gedrängt,das beschwerliche Schnlmeisteramt von neuem und unter weitweniger günstigen Verhältnissen zu einer Nahrnngsqnclle fürsich und seine Mutter machen mußte. Man hat sich oft überdie grellen Kontraste in der Schreibart Jean Pauls beschwertund sic für unerklärlich bezeichnet; vielleicht versteht man siebesser, wenn man daran denkt, daß der Dichter vomTodeEmannels," oder von derSiede des todten Christus" zu ei-nem Jungen gehen mußte, um ihm das Buchstabieren undEinmaleins in den widerspenstigen Kopf zu bringen, oder da-neben für die Hofer geselligen Bedürfnisse ein Paar Mädchenansznpntzcn, für welche er sich mehr in den Propyläen als beiden Mysterien der Bildung anfznhalten hatte, da die jungenDamen von gcwaschncn Händen, beschnittenen Fingernägeln,Reinlichkeit der Kleidung so wenig eine klare Vorstellung gehabtzu haben scheinen, als von der Pflicht der Verträglichkeit oderdes Fleißes. Für solche Gegensätze bedurfte cs einer starkenSeele, und jener wunderbaren Gabe, an jeder Stelle undwär's ein nackter Fels einen Blumengarten anzulegcn, odereinen Schacht auf edle Metalle. Außerdem, daß er sich dieAufgabe stellte, Lob und Tadel in den mannichfachsten Wen-dungen in einNoth- und Hülssbüchlein" seiner Zöglingecinzntragen, und damit oft einen Verdruß in eine Art Lustumzuwandcln, machte er unter diesen Kindern (wie vorher inSchwarzenbach) weitere Studien zu seinem unsterblichen Werküber die Erziehung.

Ungeachtet dieser und so mancher andern Beschwerden warJea» Paul's auSgew. Werke. XVI. 13