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Aus Jean Paul's Leben
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tende Stimme des Herzens zu einer, die ans Tausenden nurdie Eine sein konnte.Armer Mensch, schrieb er, stelle deindurstendes Herz mit der einen Brust zufrieden, die sich mit ei-nem ähnlich dürstenden an deine legt! Ach hier gicbt es nureine Geliebte, die Alles für dich vcrgissct und die dir jedeMinute, jeden Blick, jede Freude, jeden Pulsschlag gicbt, unddie zu dir sagt: Wir haben uns erwählt aus den Menschen!Dein Herz ist meines, mein Herz ist deines, du innigst, in-nigst Geliebte! Aber über den Wolken der Erde und Gräberwird eine Zeit sein, wo wir uns Alle lieben, wo wir unsnicht karg aus den besten Menschen einen besten aussnchcn, woes nur eine» Geliebten gicbt: das ist Gott, und MillionenLiebende, nehmlich Menschen.... Und doch, du Thcure,du die du in der dicken, kalten Nacht des Lebens allein beimir bliebst und meinen Arm an deinem Herzen behieltest; dochwenn ich dein -Auge erblickte, das ich hier so liebte, wenn ichAlles an dir sähe, was mich an dich gezogen hat, ach ichwürde weinend und unaussprechlich liebend an dich fallen undlagen: Diese hat mich auf der Erde geliebt! Ach ich müßteetwas thun, um dich vor den Andern zu unterscheiden."

Waren die Schwarzcnbachcr Freunde nebst dem PfarrerVogel vornehmlich der humoristischen und satirischen Muse Rich-ters günstig, und riefen die weiblichen Bekanntschaften mehrdie weichen Empfindungen und blüthenrcichcn Phantasien inseiner Seele hervor, so sollte es ihm auch in der Oede desVoigtlauds nicht an einem Genossen für seine philosophischeStreitlust fehlen. Dieß war der damalige Professor Wern-lein in Hof, mit welchem er nicht allein einen lebhaftenBriefwechsel über philosophische Systeme und Probleme führte,sondern der auch zu verschiedenen scharfsinnigen Abhandlungen

Jean Paul's ausgew. Werke. X.VI. 1«)