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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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der Weltgeschichte breitete er Vor ihnen aus, führte sic zu le-bendiger Anschauung und zum Sclbstdenken und weckte ihrePhantasie zu Bildern und Vergleichen, wofür er ein besonde-res Buch angelegt hatte, in welches die Einfälle der Kindereingetragen wurden, und das er dieBonmots-Anthologie"seiner Eleven nannte. Vor allem aber richtete er den Blickder Kinder nach oben und machte sic vertraut mit der Fülledes Glückes und des Trostes, welche für den Menschen imGlauben an Gott und Unsterblichkeit liegt.

Zu den Erholungen, welche sich Richter in dieser Zeit ge-stattete, gehören vornehmlich seine Sonntagsgäuge nach Hof zuseiner Mutter, seinen Geschwistern und Freunden. Von beson-drer» Einfluß auf ihn war ein Kreis junger Mädchen, die sich umihn versammelten und bald seinen Phantasien aus dem Clavicr,bald seinen dichterischen mit Andacht und Rührung zuhörtcn.Er erzählte ihnen von seinen Reisen, seiner Zukunft, seinerFrau, die er irgendwo finden würde und die lange schon aufihn passe, von seinen Kindern und sonstigem häuslichen Glück;dann prophczeihtc er weiter im Scherzton, was er noch für eingroßer Mann werden, und alle Welt von allen Orten zu ihmkommen und nach ihm fragen würde, wenn er nur erst ausdem Höfer Druck in einen andern mehr hineingckommcn u. s. w.Dann aber konnte er auch die ernstesten Dinge mit ihnen ver-handeln und viele seiner Dichtungen und Betrachtungen habenda ihren Anfang genommen, wieder Mond, eine phanta-sierende Geschichte" re., und selbst dasKampauerthal" scheinteiner aus diesem Kreis an ihn gerichteten Frage seine Entste-hung zu verdanken. Wenigstens ist noch ein längerer Aufsatz:Ueber die Unsterblichkeit der Seele (handschriftlich) er-halten, der in Form einer Antwort an eine jener Freundinnen