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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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bereit halten müssen. Bei aller Schärfe und amtlichen Trok-kenheit, die dem Pfarrer Volke! eigen waren, und die Richternwie Andre stets in einiger Entfernung hielten, hatte er dochfür des jungen Dichters erhebende Bilder und trostreiche Ge-danken ein offenes Herz.

Vor allen am meisten ging der Hammerschmidt, Amtsver-walter Clötcr in Richters Weise ein. Von Natur grad undderb kam er doch beim Feuer leicht in Fluß; offen in Wortund That beleidigte er nie und glaubte an keine Beleidigung;mit seiner Hand gab er sein Herz und nahm keins von bei-den zurück, so lange der Empfänger ehrlich blieb. Er warernst und verstand Ernst, aber ebenso gut Spaß und gebotselbst über eine stets siegreiche Ironie gegen Menschen, znmalgroße und geehrte, die er denn auch ohne Unterlaß, obschonmit der größten Gutmüthigkcit, gegen seinenhochgeehrtenHerrn Philosophus" kehrte, selbst als er ihn in spätem Jah-ren einmal als denweltberühmten Jean Paul" in Baircuthbesuchte.

Sieben Kinder, verschieden durch Alter, Geschlecht undAnlage, waren Richtern zu Erziehung und Unterricht überge-ben und wir sehen nun den Dichter der Unsichtbaren Loge alsLehrer des Einmaleins und der Anfangsgründe der Gramma-tik. Freilich aber sehen wir ihn auch zugleich die GrundzügeseinerLevana" entwerft«, indem er die ihm anvcrtrautenPflanzen durch Entwickelung der in ihnen ruhenden Kräfteund Anlagen zu fruchtbarem Wachsthum bringt, indem er vorallem auf freie Thätigkcit und Wisscnslust hinarbcitct. Mitder größten Gewissenhaftigkeit wachte er über ihren Fleiß, undhielt ausführlich Buch darüber; alle Reiche der Natur und