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das Geben sauer wurde, und der die kleinen Aufmerksamkei-ten, womit er Menschen, die ihm dienten, das letztere hättevergessen machen können, nicht kannte. Der Neichthum hatteihn ans Empfangen gewöhnt und ans Verlangen. Der Knabe,den er Richters Leitung anvcrtraut, entsprach dessen Hoffnun-gen nur wenig und erkannte durchaus nicht seines Lehrershohen Werth; nie gelang cS diesem, seine Liebe, sein Vertrauenzu gewinnen, und er mußte erleben, daß der, dem er so ganzdie Sonnenseite seines Herzens zugekehrt, den vcrläumderischcnEinflüsterungen niedriger Menschen Gehör gab und mit diesensich gegen ihn Verband. In dieser Lage hätte Richters weich-geschaffenes Herz sich bald verbluten müssen,' wäre ihm nichtder Umgang seines gcliebtcstcn Jugendfreundes heilender Bal-sam gewesen, und hätte nicht die Frau von Ocrthel mit müt-terlicher Vorsorge sich seiner angenommen. Bis in die späte-sten Jahre rühmte Richter die Herzcnsgüte dieser Frau, der erso manchen guten Bissen, so manche Tasse Kaffee, die sie ihmheimlich zufließen ließ, verdankte und deren weiche liebevolleHand so manchen harten Thalcr in seine bedürftige drückte.
Dieß alles gab seinem Leben eine Unruhe und eine Un-behaglichkeit, daß er sich sogar, trotz seines starken gesundenKörpers, des Wahnes nicht erwehren konnte, er sei der Hypo-chondrie verfallen, Besorgnisse, die vorher nie in ihm rege ge-worden; und es ist erklärlich, wie er unter solchen Umständenin Töpcn nicht heimisch werden konnte. Dazu kam ein größe-rer Mangel an Büchern, als er in Hof empfunden, dem durchdie meist juristische Bibliothek des Herrn von Ocrthel schwachabgeholfen wurde, ein Mangel an Umgang und geselliger Er-heiterung.
Ja ein Mann, den Stellung und Studium ganz bcson-