die zwar nicht auf die Besserung abzielcn (wie die Satyre),aber dich nähren und der Stoff zu Tngendübungcn sind.
UI. 8t u h ni s u ch t.
Die meisten Menschen nrthcilcn so elend; warum willstdu von einem Kinde gelobt werden? Ist das Lob, das einTauber dem Klavierspieler geben kann, der Mühe wcrth?
Tausende müssen dich doch trotz deiner Beflissenheit tadeln.Du hast nicht die Wahl zwischen Lob und Tadel, sondernzwischen denen, die beides geben.
Eine Kleinigkeit nimmt das Lob; die Menschen sind vcr-. änderlich ohne Grund und ihre Hochachtung haben sie nichttief gefühlt.
Wie selten reden überhaupt die Menschen Gutes und Bö-ses von einem.
Die ganze Vorwelt und die jetzige kennt dich nicht.
Niemand achtet dich in einem Bettclrock; sei also nichtaus eine Achtung stolz, die man dem Kleide bezeigt.
Strebet man nach Ehre unter Papageien, Affen, Wölfen?warum unter ihnen ganz ähnlichen Menschen?
Das gewisseste Zeichen, daß mau Stolz hat, ist, wenn manihn nicht erträgt; er ist wenigstens edler als Ehrgeiz, darumhasse ihn an andern nicht.
Erwarte nicht von andern desto mehr, je mehr du bist,sondern denke, daß sie desto mehr von dir zu erwarten haben.
Denke mehr an die dascienden als fehlenden Vorzüge underinnere dich des begierigen Verlangens nach denselben, wennsie dir mangeln.
Warum gelüstet dir nach allen Vorzügen im höchstenGrade? Da deren Erlangung schlechterdings eine Unmöglich-