Eine jede Entbehrung, jedes Leiden belohnt sich durcheinen dadurch veranlaßten Genuß.
Was nützte dem Herkules seine Macht, ohne wilde Thierezu besiegen? und was nützten dir die Gründe ohne Uebel?
Das Unglück hält wie das Glück gewöhnlich auf derMittlern Stufe fest, wenigstens schleppt es dich zu hohen erstdurch niedrige.
Die Nothwcndigkeit- es kann nicht geändert werden, istResignazion.
Die Feiertage sind vorbei, folglich gehen die Passions-wochen eben so schnell vorüber.
Was ist sechzig Jahre Schmerz gegen Ewigkeit?
II. Tugend.
Wenn du frei, froh, ruhig sein willst, so nimm das ein-zige Mittel dazu, das nicht in den Händen des Zufalls liegt,die Tugend.
Die Tugend kostet je länger je weniger Aufopferungen,das Laster je länger je mehrere.
Lasse dich von geringen Fortschritten nicht abschrecken; dieTugend ist nicht die Erndte eines Tages.
Das, worüber ich die Tugend vcrrathe, sind armselige,vergängliche Kitzelungen einer Begierde.
Zur Tugend bin ich da; wenn einer aber über seine Ge-schäfte alles vergißt und ausopfert, warum du nicht?
Sie ist die Freude des Siegs und der Vervollkomm-nung.
Die Tugend ist die Aufseherin der Geschäfte, aber nichtdas Geschäft selbst.
Sie befiehlt und lenkt deine Beschäftigung mit Dingen,