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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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an der tollen Maskerade nnd Harlckinade, die man Lebennennt, schreiben. Ich lache jetzt so viel, daß ich zu denkenkaum Zeit habe, ich übe mein Zwerchfell auf Kosten meinesGehirns und meine Zahne verlernen über das Beißen dasKauen."

Und unterm 30. Januar 1783 schrieb er in sein Tage-buch:Man sagt, was eine Nessel werden will, brennt beiZeiten. Dicß traf bei mir nicht ein. Ich fühlte nie Anlagezur Satire. Vielmehr äußerte sich bei mir ein Grad vonEmpfindsamkeit, der sich mit einem gewissen Grade des Spot-tes nicht verträgt. Mau hatte.denken sollen, der Zucker müssedie Zahne verderben. Aber die Traube, ist sic sehr süß, gibtherben Wein, der zuletzt zu Weinessig versauert. So ver-wandelte sich anfangs meine Empfindsamkeit in bittere brau-sende Deklamazion, wie ungefähr die des Rousseau, und end-lich erst in kalte Ironie. Daher ist die Satire derer heftig,bitter, deklamatorisch, die viel Gefühl haben, z. B. Pope,Uoung, Rousseau; kalt hingegen und also Ironie ist siebei denen, die sich eben nicht durchweiches Herz" auszcich-nen, z. B. Voltaire und Swift. Addison und Rabener aber,deren Gefühl sich doch zur Ironie bequcmte, gehören zwi-schen beide. Sie sind zu wohlwollend für beißende Ironieund zu wenig Dichter für starke Schläge. Sie lächeln dahernur wie Menschenfreunde und kitzeln mehr, als sie stechen. Zujunges Kalbfleisch schmeckt süße."

Ungeachtet des in den voranstehenden Bemerkungen übersich selbst und über die satirische Dichtkunst angedcutetenSchwankens über seinen Beruf, war Richter doch unmittelbarnach Beendigung dergrönländischen Prozesse" mit einemneuen Buch, und zwar abermals mein satirischen, bcschäs-