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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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der Liebe eines jeden, er heiße wie er wolle, gewaltsam zusetzen.

I. P. F. R."

Was denn geschah. Inzwischen aber kehren wir mit ihmnach Leipzig zurück.

Diegrönländischen Prozesse" hatten nicht den erwarte-ten Erfolg gehabt, wenigstens hatte der Verleger nicht Lust,ein neues Werk des jungen Dichters zu übernehmen. Dashinderte ihn indcß weder am Studieren noch im Schaffen,obschon er noch immer nicht zu einem festen Entschluß über-feinen Beruf gekommen. Wohl aber tritt an seiner Seelejener cigcnthümliche Zug hervor, den wir den meisten seinerDichtungen anfgedrückt sehen und der aus der anhaltendenRichtung eines weichen, von Liebe und Gefühl übcrströmendcuGcmüths ans Witz, Satire und Ironie.kommen mußte.

Es ist ein in dieser Beziehung denkwürdiges Bricfblätt-chen an Vogel vom 1. Mai 1783 aufbewahrt, in welchemwir die aufbrcchendcn Knospen dieser wunderbaren Doppcl-natur vor uns sehen.

Den Plan meines Lebens wollen Sie wissen? DasSchicksal wird ihn erst entwerfen; mit meinen Aussichten ver-trägt steh keiner und ich schwimme auf dem Zufälle ohneSteuerruder herum, wiewohl darum nicht ohne Segel. Ichbin kein Theolog mehr; ich treibe keine einzige Wissenschaftex pi-oteooo, und alle nur in sofern, als sie mich ergötzenoder in meine Schriftstellern einschlagen; und selbst die Phi-losophie ist mir gleichgültig, seitdem ich an allem zweifle.Aber mein Herz ist mir hier so voll! so voll! daß ich schweige.In künftigen Briefen, auf die ich mehr Zeit wenden kann,will ich Ihnen viel vom Skeptizismus und von meinem Ekel3ean MauI'S ausgev. Werke. XVI. 10