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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
Seite
143
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Logenhalbzirkeln, welche ich damals nicht gcheirathet hätte,wenn ich ihrer Ruhe gefährlich gewesen wäre, anstatt gleich-gültig."

Was inzwischen dem Buche einen besonder,: Werth inder Geschichte der Literatur verleiht, ist, das, sich der Verfas-ser damit in Bezug aus die Fragen der Zeit mit Entschie-denheit ans die Seite der freien Bewegung stellt, belebt vondem Genius, der seit der Mitte des vorigen Jahrhundertsden Umschwung in der religiösen, liierarischen und gesellschaft-lichen Bildung in Deutschland bewirkt hat. Er tritt aus alserklärter Gegner des blinden Glaubens in der Theologie, derVorrechte des Adels, der Bevormundung der Presse, der be-schirmten Heuchelei und Schmeichelei und großer und kleinernun zum Theil veralteter Thorheiten. So aber trat er auchim Leben lächerlichen Vorurtheilen entgegen und war unterden ersten, die die beengende Halsbinde und den Zopf ableg-ten. Aber so groß ist die Macht der Gewohnheit, daß Rich-ter wegen dieser Neuerung nicht nur seine bequeme und rei-zende Gartcnwohnung in Leipzig verlor, die ganze kleinstädti-sche Bevölkerung von Hof und Schwarzenbach, wohin er inden Ferien znm Besuch ging, wider sich ausbrachtc, sondernselbst seines freisinnigen und ehrwürdigen Freundes VogelFreundschaft aufs Spiel setzte. Es ist sehr zu beklagen, daßJean Paul selbst nie aus den Einsall gekommen, diese seinetragikomischen Zopfleiden zu schildern, wie er während dertäglichen Mode-Arbeit des Friseurs und der gleichzeitigeneignen literarischen häufig sich und ihn vergessend in dieLocken fuhr und die kaum geschaffenen Kunstwerke zerstörte;wie er der fremden Roth und der eignen Plage überdrüssigZopf und Puderquaste zum Teufel warf und die Halsbinde