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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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Menschen;" nnd eine lange Folge dicker, mit größter Sorgfalt,wie für den Drnck, geschriebener Quartbände läßt uns einenBlick in diese beispiellose literarische Thätigkeit werfen. Pro-ben daraus findet man im literarischen Nachlaß in I. Paulssämmtlichen Werken, 1. Ausl. Band 52 (Bemerkungen, Iro-nien, Satiren, Einfälle), Band 54 (Witz).

Bei diesen Studien blieb er indeß nicht stehen, sondernging sogleich an die Schöpfung selbstständiger Werke nnd schriebn. A. im November 1781Das Lob der Dummheit." In dieser(bisjetzt ungedrncktcn) Schrift ist die Dummheit redend Ange-führt; fie rühmt sich im Allgemeinen als Pflegerin des Leibesund der Seele, sodann insonderheit als Beglückerin der Weiber,Stutzer, Mächtigen, der Höflinge und Edellcnte, der Theologen,Philosophen und Poeten u. s. w. und schließt mit einer nach-drücklichen Anmahuung zur Ausbreitung ihres Reiches. DerGedankcngang ist fester, der Ansdruck entschiedener als bisher,und die Dornen dergrönländischen Prozesse" sind bereitszu spüren. Nur eine Stelle zum Zeichen:

Ich erhalte nicht blos die Gesundheit des Körpers,"sagt die Dummheit,ich erhalte auch die Gesundheit der Seele.Denn erstlich, ich mache den Menschen heilig, d. h. ich zeigeihm den leichtesten Weg in den Himmel zu kommen, ohne ihnmehr als jeder andre zu verdienen. Beides will ich beweisen.Einige Menschen bilden sich fälschlich ein, daß die Frömmig-keit in einem aufrichtigen Nachdenken über die Rcligionswahr-heiten und in einer fleißigen Ausübung der erkannten Pflich-ten bestehe. Mein Heiliger macht cs besser. Er untersuchtniemals; aber er glaubt allzeit. Er hat keine Angen zumSehen, allein wohl Ohren zum Hören. Sein Vater hiuter-licß ihm bei seinem Ableben nebst Hans, Hof, Acker, Ochsen