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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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dcnartiger Kenntnisse, verbunden mit der Lebhaftigkeit seinesGedächtnisses und der quellenden, schäumenden Fülle seinerPhan-tafie, ging in seine Arbeiten, namentlich in die frühesten, eineEigenheit über, die er sogleich selbst an sich vielfach verspottet,die Lust nehmlich an ausgchänftem Bildcrschmuck, witzigen An-tithesen und Gleichnissen. Allein eine noch wichtigere Verän-derung erlebte er in Bezug aus seine schriftstellerische Thä-tigkeit und deren Richtung. DieTagebücher der Arbeiten"vom Sommer 1781 enthalten fast ausschließlich Beobachtun-gen und Bemerkungen über den Menschen, seine Anlagen undBestimmung, Tugenden, Fehler und Thorheitcn, wie sic dasmannigfaltige Leben einer großen Stadt wie Leipzig ihm andie Hand gab. Er faßte sic zusammen in einem größcrn Auf-satzEtwas über den Menschen," in welchem er einen Men-schenfeind und nach ihm einen Optimisten über das Leben sichauSsprcchcn läßt und dann die Ausgleichung zwischen beidenauf ebenso klare als bündige Weise hcrbciführt. (Abgedrncktin I. Pauls Sämmtl. Werken. 1. Ausg. Band 63.) Von die-sen durchaus ernsthaften Bemerkungen aber war cs nur eineinziger Schritt zur Satire, wenn er der Welt in ihrer Dul-dung und Billigung der Thorheit, in ihrer Geringschätzungder Weisheit und Gerechtigkeit scheinbar bcitrat. Er that denSchritt, vornehmlich angeregt vom Lesen französischer Schrift-steller swas auf seinen späten: Autor-Namen wohl Einflußausgeübt haben mag). Wie überall folgte er aber auch hiereinem cigcnthümlichen strengen Ordnungssinn, als könne ermit ihm allein die Fülle des andringendcn Stoffes bewältigen.Er legte sich besondere Hefte an fürEinfälle", andere fürWitz;" wieder andere fürSatiren," so fürIronien," fürPanne" und endlich fürBemerkungen über uns närrische