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begehrt; das heißt die Kräfte, die sich zu etwas anderem ge-schaffen fühlen, umsonst an eine Sache verschwenden, wo mannicht weiter kommt, und sie der Sache entziehen, in der manFortgang machen würde. „Aber eben dadurch verdienst dudir Brod!" ist der elendeste Einwnrf, der dagegen gehörtwerden kann. Ich wüßte keine Sache in der Welt, durchwelche man sich nicht Brod erwerben könnte. Ich will dasverschweigen, daß der nie weiter kommt, der sich in seinenStudien blos den Erwerb der nothwcndigen Bedürfnisse zumEndzweck setzt — „allein in dem Einen mehr, in dem An-dern weniger." Dieß zugegeben, so weiß ich nicht, ob ich indem mein Brod erwerben werde, wo ich keine Kräfte suhle,keine Lust empfinde und mit welchem ich also unmöglich Fort-gänge mache; oder in dem, in welchem mich mein Vergnügenanspornt, mir meine Kräfte forthelfen. Man muß ganz füreine Wissenschaft leben, ihr jede Kraft, jedes Vergnügen, je-den Augenblick aufopsern und sich mit den andern nur des-wegen beschäftigen, insofern sie der nnsrigcn eine Folie ver-schaffen. Und entgeht mir durch die sonderbare Verwicklungvon äußern Umständen der unbedeutende Nutzen, der einemjeden schlechten Kopf sein Ziel ist, so wird mir dieß wahrlichdadurch zehnfach ersetzt, daß ich in dem Betrieb meiner Wis-senschaft die Seelcnwollnst genieße, die aus der Beschäftigungmit Wahrheit quillt; den Reiz empfinde, den für mich jedeAcußerung meiner Kräfte hat, und vielleicht auch die Ehre ge-nieße, die ihnen über kurz oder lang zu Thcil wird. Dießist meine Vertheidignng.
Sonst las ich blos philosophische Schriften; jetzt nochlieber witzige, beredte, bilderreiche. Ich trieb sonst die fran-zösische Sprache eben nicht; jetzt lest ich französische Bücher