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wer wollte da nicht aus der Stärke seiner Grunde auf dereinen Seite hcrausbringen, welches seine wahre Meinung sei.
Erlauben Sie mir, daß ich Ihre Güte, mit welcher Siesich nach meinen Beschäftigungen erkundigen, durch die Frci-müthigkcit erwicdern darf, mit welcher ich Ihre Fragen be-antworten will. Aber vergeben Sic jetzt den hiesigen Egois-mus, den ich nicht vermeiden kann. Ich habe gehört undhöre exegetische Kollegien über den Johannes bei MagisterWeber, und die Apostelgeschichte bei Morus; über Logikund Metaphysik bei Platner, Acsthetik bei demselben, Moralbei Wieland, über Geometrie und Trigonometrie bei Geh-ler, über des llliilo llleAutio ncl iuipkrntoiein Lujuin beiMorus und über englische Sprache bei Al. Regler. Wennich Ihnen sage, was ich eigentlich studiere, so werden Sie denGrund finden, warum ich gerade diese Kollegien gehört habe.Die Sprachen sind jetzt meine liebste Beschäftigung, blos des-wegen, weil ich für gewisse Werke eine Liebe bekommen habe.Es wird mir schwer. Ihnen gewisse Dinge zu sagen, da siesich ohne den Schein von Stolz und Prahlerei kaum sagenlassen; aber cs wird mir leicht, sie zu sagen, wenn ich micherinnere, daß Sie mich so gut kennen, um da mich stolz znvermuthcn, wo ich's nicht sein kann, oder da zu finden, woman'S blos zu sein scheint. Ich habe mir die Regel in mei-nen Studien gemacht, nur das zu treiben, was mir am an-genehmsten ist, für was ich am wenigsten ungeschickt bin undwas ich jetzt schon nützlich finde oder dafür halte. Ich habemich oft betrogen, wenn ich dieser Regel gefolgt bin, alleinich habe diesen Jrrthum nie bereut. — Das studieren, was mannicht liebt, heißt mit dem Ekel, mit der Langweile und demUcberdrnß kämpfen, um ein Gut zu erhalten, das man nichtIran Naul's ausgew. Werke. XVs. 9