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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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Witz dazu. Alles läuft zu ihm; er hält sich das für die größteEhre und sieht nicht ein, daß mau sich auf Unkosten seinesVerstandes lustig macht, und daß, wer nicht in die Komödiegehen will, sein Kollegium besucht und einen Harlekin aufdem Katheder belacht. Man hat ihn mit soviel Titeln be-legt, daß er Mühe hat zu wissen, was er ist; ihm soviel Acm-tcr gegeben, daß er die Macht hat, keines recht zu verwalten,und soviel Verdienste in Gestalt dcS Sterns re. von außenangchangcn, daß er inwendig keine zu haben braucht. Einewahre Schöpfung aus Nichts! Orthodox? das verstehtsich von selbst, daß cr'S ist. Das Profcssorcnvolk ist über-haupt das burlcskcste Volk; sic haben Originalthorheiten undman hat Unrecht gethan immer den Landgcistlichcn in jederSatire zu züchtigen. Einen Professor nach dem Leben zu ma-len! gewiß das wäre der zweite Don Quixote und seinFamulus sein Sancho Pausa.

Die Mode ist hier der Tyrann, unter dem sich alles beugt,ob er wohl niemals sich selbst gleich ist. Die Stutzer bedeckendie Straße, bei schönen Tagen flattern sie herum wie dieSchmetterlinge. Einer gleicht-dem andern; sie sind wie Pup-pen im Marionettcnspicle, und keiner hat das Herz, Er selbstzu sein. Das Herrchen gaukelt hier von Toilette zu Toilette,von Assembler zu Assembler, stiehlt überall ein paar Thor-hciten mit weg, lacht und weint, wie's dem andern beliebt,nährt die Gesellschaft von den Unverdaulichkciten, die er ineiner andern eingcsammelt hat, und beschäftigt seinen Körpermit Essen, und seine Seele mit Nichtsthun, bis er einschläft.Wen nicht seine Armuth zwingt, klug zu sein, der wird inLeipzig der Narr, den ich jetzt geschildert habe. Die meistenreichen Studenten find dieses.