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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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Aber wissen Sie, was mich eigentlich zum Fleiß antrcibt?Grade das, was Sic in Ihrem Briefe gesagt meine Mut-ter. Ich bin ihr cs schuldig, einen Thcil ihres Lebens zuversüßen, da sie den andern so elend hingcbracht chat, und ihrden Verlust, den sie durch den Tod meines Vaters erlitt,durch meine Hülfe zu mindern; es ist meine Pflicht, etwaszum Glück meiner Brüder bcizutragcn. Wäre dieß nicht,so würden meine Studien anders sein; ich würde nur dasbearbeiten, was mir gefiele, für was ich Kräfte fühlte; wäredieß nicht, so würd' ich nie in meinem Leben ein öffent-liches Amt annchmcn. Das kommt Ihnen vielleicht wunder-bar vor, allein kennten Sic die ganze Verfassung, in diemich meine Lage in der Welt, die Stimmung meiner Seele,die sonderbaren Gänge meines Schicksals gesetzt haben, sowürde Ihnen dieß vernünftig Vorkommen."

Sodann an Vogel:

Diese Universität hat eben nicht viel große Männer;wenn man den Platncr, Morus, Klodius und Dathe ausnimmt,so findet man überall nur mittelmäßige Leute. Dathe liestnicht gut und hat noch dazu einen schlechten Vortrag; er weißaus dem Katheder nicht halb das Gute zu sagen, was er inseinen Büchern sagt. Man hat mehr Nutzen, wenn man ihnliest, als hört. Bnrschcr das ist nun ein drolliger Mann!Er hält sich beinahe mit für den größten Geist auf GottesErdboden und hat den größten Stolz lächerlich sein zu können.Nämlich wenn er die Reformazionsgcschichte liest, so erzählter grade, wie der gemeine Mann erzählt; dieselben Figuren,platten Ausdrücke und sogar dieselben Stellungen des Körpers!Die derben Satiren des v. Luther besitzt er alle im Origi-nal, diese liest er vor und setzt noch eine Dosis von eigenem