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hier noch keine Jnsormazion, keinen Tisch, keine Bekannt-schaft mit Studenten; noch gar nichts. Es ist eben nichtganz leicht, Zutritt bei den Professoren zu erhalten. Dieje-nigen, die eigentlich berühmt sind und deren Liebe mir nö-thig genug wäre, sind von einem Hansen von Geschäften um-ringt, von einer Menge von anderen vornehmen Personen,von einem Schwarm niedriger Schmeichler belagert, daß je-der, den nicht sein Kleid und sein Stand empfiehlt, nur mitMühe ihnen bekannt wird. Wenn jemand mit einem Pro-fessor sprechen wollte, ohne ein besonderes Gesuch anzubringenzu haben, so würde er sich wohl dem Verdacht der Eitelkeitaussetzcn. Bedenk' ich noch die Menge der Studenten, dieden Professor hintcrgchcn und ihn gegen die besseren hartmachen, so kann ich mir das ganze Phänomen erklären. Darumgeben Sie aber Ihre Hoffnung nicht aus; ich werde alle dieseSchwierigkeiten überwinden; ich kann sic zum Thcil; alleinich brauch' cs endlich auch nicht. Hier komm' ich auf dasRäthscl, dessen Auflösung Sic so begierig erwarteten und wel-ches ich meiner Mutter nur dunkel angegeben. Allein jetzt istcs eben so wenig noch aufgelöst; nur dicß kann ich Ihnensagen, daß es weder ein Stipendium, noch einen Tisch, nocheine Jnsormazion, noch sonst dergleichen etwas betrifft. Esbetrifft etwas, das Sie gar nicht vermnthcn, das ich Ihnennoch nicht sagen kann, bis der Ausgang meiner Erwartungentspricht. So viel davon. —
Sonst bin ich noch wohlauf; die Leipziger Lust behagtmir, die Stadt gefällt mir auch mehr und die Gegend wirdmir angenehm, besonders seitdem ich gewisse Gärten habekennen lernen. Sie werden sich noch erinnern an die Orte,wo das Auge und die Zunge so reizend befriediget werden.