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gleichgültig, so ungerührt von jetzigen Staatssachen an znschwatzen fing, daß ich vor Nnmuth mich entfernen und mirLuft machen mußte." Die Liebenden aber verstehen fich undihre Herzen fließen bei Stcrncnschimmer und Mondesglanz,bei Roscnduft und Vogelfang und beim Anblick unglücklichLiebender zu ewiger Vereinigung in einander über. DieStunde aber der Trennung schlägt auch. Abelard bezieht dieUniversität und Heloisc wird vom herzlosen, berechnendenVater einem Andern zur Frau bestimmt. Leiden auf Leiden.Endlich scheint das Glück günstiger.' Der Nebenbuhler tödtcteinen Gegner im Duell und muß fliehen. Allein aus derFlucht kehrt er bei seiner Verlobten ein und macht, da er dochans ihren Besitz verzichten muß, einen natürlich vergeblichenVersuch, sic zu entehren, verletzt sie aber durch die zur Dro-hung gebrauchte. Waffe tödtlich. Abelard kommt auf dieNachricht von diesem Unglück zn ihr, um ihr die Todesstundedurch erneuten Liebesschwur und die Aussicht auf ewige Ver-einigung jenseits zu erleichtern. Sie stirbt und er folgt ihrwenige Tage nachher durch freiwilligen Tod. —
„Dieß ist die Geschichte des Jünglings", so schließt derDichter, „den wir ans seinen Briefen kennen gelernt haben.Ruhig rinn' ihm von des Edlen Wangen eine Thräne desMitleids! Liebt den Unglücklichen, er verdient wahrlich eureLiebe! Ahmt ihm aber nicht nach! Und o ihr Liebenden,die ihr gleiche Qual mit ihm duldet, laßt euch seine Geschichtezum Tröste dienen. Verzaget nicht, wenn euch Leiden drän-gen. Und wenn eures Kummers zuviel ist, so blicket in je-nes Leben, — und wenn eure liebenden Herzen hier geschie-den sind, so erwartet das Wiedersehn in Gottes seligem Him-mel — wo alle sich wieder erkennen, Freund und Freundin,