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wohl des Freundes in Thronen 'überströmt, jene durch Wei-ther und Siegwart angeregte oder gesteigerte Schwärmerei fürLiebe und Verzweiflung und Selbstmord, von der seine Phan-tasie in Flammen gesetzt war, ihren Ausdruck gesucht in einemRoman, den er — nicht ohne leicht zu crrathende Beziehung— „Abelard und Hcloise" nannte, und der sich in Formvon Briefen von seiner Hand sauber geschrieben und geheftet,mit dem Datum „Jenner 1781" im Nachlaß vorfindet.Das Vorgesetzte Motto: „Der Empfindsame ist zu gut fürdiese Erde, wo kalte Spötter sind; — in jener Welt nur,die mitwcinende Engel trägt, findet er seiner Thräuen Be-lohnung" bezeichnet hinlänglich die Stimmung des Buchs.Der Held ist ein junger Mann, der vom Land in die Stadtaufs Gymnasium kommt; er schildert in Briefen an einenFreund die Verhältnisse der Schule, Lehrer und Schüler —wie es scheint unter dem Einfluß von des Dichters eignenoben geschilderten Erlebnissen — findet nach langem vergeb-lichen Sehnen unter letztem endlich einen gleichgestimmtenFreund, „den er täglich sieht; bei dem er Götterwonne ge-nießt; der Abends, wenn der Mond sein Zimmer erleuchtet,mit wchmüthigen Tönen auf dem Klavier phantasiert, die im-mer trauriger, dumpfer, seelcnschmelzendcr werden, die so sil-bern in die Seele hincintönen," und mit dem er von Herzenweint. Während der Hundstage geht er mit ihm nach seinerHeimath aufs Land und lernt hier in der Tochter eines Kauf-manns im benachbarten Städtchen den Inbegriff aller weib-lichen Vollkommenheit kennen. Er liebt und — glücklich.Heloisc gicbt sich der Seligkeit der ersten Liebe mit ganzerSeele hin und ein Himmel mit all seiner Glut, aber auch allseiner Heiligkeit umfängt ihre Herzen. Sie wohnt seit kur-