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Aus Jean Paul's Leben
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der alle unsre Religions-Verwandte alle zu einem Him-mel berufen von einem Vater geliebt!!-

Aus denBemerkungen" der ersten beiden Hefte mögendie nachfolgenden an die gegebenen Untersuchungen sich an-schlicßen:

1 .

Mancher glaubt recht gottesfürchtig zu sein, wenn er dieWelt ein Jammerthal nennt. Aber ich denke, er würde es ehersein, wenn er sie ein Frcudenthal hieße. Gott wird mit demmehr zufrieden sein, dem alles in der Welt gefällt, als mitdem, dem gar nichts recht ist. Bei so viel tausend Freuden inder Welt ist's nicht schwarzer Undank, sic einen Ort desKummers und der Qual zu nennen? Eher möcht' ich einensolchen Ausdruck dem Sohn des Unglücks vergeben, der intrüben Stunden schwarzer Melancholie sein eingeengtes Herzin Klagen ausströmen läßt. Aber von dem dickbäuchigen Abt,der aus seinem weichen Sopha herrliche Tage verlebt, der keineandre Last kennt, als eine rastlose Seele zu haben, die seinesüße Ruhe durch das Gefühl Langweile unterbricht vondiesem so einen Ausspruch auf heiliger Stätte zu hörenist unerträglich, heißt des Schöpfers spotten und seine Wohl-thaten mit Undank belohnen.

2 .

Es giebt mehr Freuden in der Welt, als man gewöhnlichglaubt; aber es giebt auch mehr Leiden, als sich einige einbil-bilden. Wer uns bereden will, das Leben sei eine Reihe an-genehmer Empfindungen, bringt jene Freuden vor, die unseinnchmen, weil sie oft der Scharfsichtigkeit unseres Auges ent-gangen sind. Wer hypochondrisch genug ist, zu glauben, unserLoos sei verzehrender Gram und unsre Bestimmung immerwäh-Jean Paul's ausgew. Werke. XVI. 8