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nicht ausgeschöpft, werden's auch so bald nicht werden. Sindalso nicht die Neuerungen für die Theologie wichtig, nöthigund nützlich — so nützlich als cs irgend bei einer Wissenschaftsein kann? „Ja! antwortet man mir vielleicht, man sollte dochnichts ändern, denn würde wohl Gott so viele Christen Jahr-hunderte lang in Jrrthum haben hingchcn lassen?" Einerder schwächsten Einwürfe der alle Untersuchung des Wah-ren verbannt, der zuviel beweist. Konnte nicht der DoktorEk in seiner Disputation eben dieses zu Luther'n sagen, undmit Recht sagen? Hatte man nicht Jahrhunderte durch anein Fegfeuer, einen Ablaß, eine Messe und tausend andere Un-gereimtheiten, die wirklich chas Wesentliche der Religion betref-fen, geglaubt? — Wenn die Menschen die Wahrheit nichteinsehcn — und wenn es für sie jetzt gerade nicht zuträglichwäre — wird Gott wohl da Wunder thun? Ueberläßt er nichtdas der allmählichen Aufklärung des Menschen? Und wennder Mensch durch die Lage, die Umstände, in denen er sich be-fand, nicht anders konnte und irren mußte, wird er's zurech-nen? —. — Also sind die Neuerungen nicht überflüssig. Siehaben überdies noch einen zufälligen Nutzen, der sich vorzüglichin unseren Tagen äußert. Eben die Neuerungen, die falschwaren, die Einwürfe gegen die Religion haben sie nicht, wan-kend gemacht, noch sie umgestoßcn — nein, man hat sic wider-legt, das christliche Religionssystcm fester, bestimmter gemacht,und es vor den Blößen bewahrt, die cs den Freigeistern bloß-stellten. Alle die Voltairc's, die Hume's, die Lamcttric's undihre ganze Reihe haben Anlaß zu den vortrefflichen Verthei-digungen der Religion von einem Jerusalem, Nöffelt, Leß u.s. w. gegeben. Welche Freude würde den edlen Luther erfül-len, wenn er jene Verthcidignngcn läse und das Gebäude der