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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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gen darin fort. Wie oft ging ich vor dem Bcichtsonnabcndeunter den Dachboden hinaus und knicete hin, um zu bereuenund zu büßen! Und wie wohl that es dann, an dem Bcichttageselber noch allen geliebten Menschen, Eltern und Lehrernmit stammelnder Zunge und überfließendem Herzen alle Feh-ler abzubittcn und diese und sich dadurch gleichsam zu ent-sühnen.

Aber dann kam auch am Beichtabende ein sanfter lichter-heller Himmel der Ruhe in die Seele, eine unaussprechlichenie wiedcrkommcnde Seligkeit, sich ganz rein, nämlich gereinigtund cntsündigt zu fühlen, mit Gott und mit den Menscheneinen heitern weiten Frieden abgeschlossen zu haben; und dochsah ich aus diesen Abendstunden des milden warmen Seelen-friedens noch auf die Morgenstunden der himmlischen Begei-sterung und Entzückung am Altäre hinaus.

Selige Zeit, wo der Mensch die schmutzige Vergangen-heit von sich abgeschält hat und rein und weiß, frei und frischin der Gegenwart steht und so muthig in die Zukunft tritt!Wem aber kann sie wiederkehren als Kindern? Denn injener glücklichen Jugendzeit ist der volle Seelcnfricde leichterzu gewinnen, weil der Kreis Von Opfern, die er fordert, klei-ner ist und die Opfer geringfügiger; indcß die verworrenenund ausgedehnten wichtigen Verhältnisse des altern Menschendurch Lücken und Zögern vollständiger Hingebung den hunni-schen Regenbogen des Friedens nur unvollendet und nicht wiedie Frühzcit zu Einem Zirkel zusammen gewölbt zulaffen.Im zwölften Jahre kann die Begeisterung einen ganz Reinenerschaffen, aber nicht im Alter. Auch der Jüngling wie dieJungfrau finden bei allen ihren Fcuertrieben weniger in ih-rem Kreise zu überwinden und haben einen leichtern und-

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