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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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Abend m a h l.

Das Abendmahl steht ans dem Lande oder noch richtigerunter rechten Christen nicht blos als eine christliche moralischetoZn vioilis da; nicht wie in Städten für Mädchen, als dieEinkleidung weniger in Nonnen, als in Jnngsranen; sonderncs ist die höchste und erste geistliche Handlung, das Bürger-Werden in der Gottes-Stadt: erst jetzo wird die frühere Was-scrtaufe eine wahre Feuertaufe, und das erste Sakrament stehtim zweiten verklärt und lebendiger wieder aus. Vollends Kindereines Geistlichen, welche so oft die Augen- und Ohrenzcugcnfremder Vorbereitungen zu diesem Sonnentage des Herzensgewesen, nähern sich ihm mit größerer Ehrfurcht. Diese stiegnoch höher in mir durch den einjährigen Aufschub der Hand-lung, da meinem Vater das gesetzmäßige Alter von zwölfJahren durch den Listen März nicht reichlich genug abgelan-fcn zu seyn schien.

Nun gebt diesen warmen Tagen der Religion noch einenFenersprecher nicht Besprecher wie der Rektor ist, deruns die schreckliche blos dieser Neligionhandlung cigcnthüm-liche Bedingung glühend vor die Seele hält, daß der Unbuß-fertige, das Abendmahl genießend, gleich einem Meineidigenstatt des Himmels seine Hölle verschlinge, nud wenn ein Er-löser und Heiliger in einen unreinen Sünder einziche, dieseligmachende Kraft seiner persönlichen Gegenwart in einevergiftende sich verwandeln müsse. Heiße Thräncn, die erselber mit vergießen hals, waren das Wenigste, was seineHerzrede aus mir und andern hcrvortrieb; glühende Reue desvorigen Lebens und feurige Schwüre auf ein künftiges tadel-loses füllten die Brust aus und arbeiteten nach seinem Schwei-