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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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Wochenprcdigt des Vaters in einer leeren Empor auf demBauche liegend. Jetzige Kinder beneid' ich wenig, welchen dererste Eindruck des kindlichen und kindischen Robinson entzogenund vergütet wird durch die neuern Umarbcitcr des Mannes,welche die stille Insel in einen Hörsaal oder in ein abgcdruck-tes Schnepfenthal verwandeln, und den schiffbrüchigen Robin-son überall mit einem Lehrbuchc in der Hand und eignen ckic-tnt>8 im Maule hcrumschicken, damit er jeden Winkel zu einerWinkelschule anlege, obgleich der Mann mit sich selber so vielzu thun hat, daß er sich nur nothdürftig das Leben fristet.

Zu gleicher Zeit, nämlich kurz darauf bat der junge Kap-lan Völkcl sich vom Vater den Jungen aus tägliche zwei Stun-den nach dem Essen aus, um allerlei aus Philosophie und Geo-graphie mir bcizubriugcu. Wodurch ich ihm, den kein beson-deres Erzichtaleut anfeuerte, bei meiner dörfischen Unbehülflich-keit so wcrth, bis zum Aufopscrn seiner Ruhezeit geworden,weiß ich nicht.

In der Philosophie las er oder eigentlich ich ihm vordie Weltwcishcit von Gottsched, welche mich bei aller Trok-kenheit und Leerheit doch wie frisches Wasser erquickte durchdie Neuheit. Darauf zeigte er mir auf einer Landkarteich glaube von Deutschland viele Städte und Gränzen;was ich aber davon behalten, weiß ich nicht, und such' eS bisheute vergeblich in meinem Gcdächtniß. Ich getraue mir zubeweisen, daß ich unter allen jetzt lebenden Schriftstellern viel-leicht der bin was freilich stark klingt welcher vonLandkarten das Wenigste versteht. Ein Atlas von Land-karten trüge statt des Himmels des mythologischen für mich