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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
Seite
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mer steh' ich im Kursorischen bekam ich vom Kantor GrcsselUnterricht auf dem Klaviere; - und auch hier, nachdem ernur einige Tauzstücke und später die gewöhnlichsten Choral-griffe und Gencralbaßziffern erlernte Gott gebe doch demarmen Knaben einmal einen gründlichen Lehrer, wünsch' ich,so wenig auch überall dazu sich Aussicht zeigt -- gerietst erbald in seine Sclberfreilaffung vom Unterrichte, nämlich inPhantasiren auf dem Klaviere und in Aussammeln und Ab-spielcn aller Klavierstücke, die nur im Orte aufzutreibcn waren.Die musikalische Grammatik, den Generalbaß, erlernte er durchViel Phantasiren und Notcnspielen etwa so wie wir die deutschedurch Sprechen.

Zu gleicher Zeit legte er sich lesend auf die schöne Litera-tur der Deutschen; da aber in Schwarzenbach keine andere zuhaben war als die romantische, und von dieser nur die schlech-ten Romane aus der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts:so trug er sich von diesen Quadern einen kleinen babylonischenThurm zusammen, ob er gleich jedesmal aus ihm nur EinenQuader herausziehcn konnte zum Lesen. Aber unter allenGeschichten auf Bücherbrettern denn Schillers Armenier wie-derholte später nur die halbe Wirkung goß keine ein sol-ches Freudenöl und Ncktaröl durch alle Adern seines Wesens bis sogar zu körperlichem Verzücken als der alte Robin-son Crusoe; er weiß noch Stunde und Platz (cs warAbends am Fenster gegen die Brücke zu), wo die Entzückungenverfielen; und nur später ein zweiter Roman, Veit Nosenstockvon Otto vom Vater gelesen und verboten wiederholtedie Hälfte jener Begeisterung. Nur als Plagiar und Bücher-dicb genoß er ihn aus der väterlichen Studirstubc so lange,bis der Vater wieder kam einmal las er ihn unter einer