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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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lich wirkt, weil keine Staubwolken cinzuathmcn find und keineInsekten quälen.

Nun glaub' ich meine Verbindlichkeiten als selbhisto-rischcr Professor in Rücksicht auf das Erziehdörfchcn Joditz soerfüllt zu haben, daß ich in der nächsten Vorlesung mit demHelden und den Genügen in Schwarzenbach an der Saalecinzichcn kann, wo freilich der Vorhang des Lebens um mehreSchuh hoch ansgeht und man vom Hanptspieler schon etwasmehr zu sehen bekommt als die bloßen Kinderschuhe, wie leiderbisher. Denn in der That aus der heutigen Vorlesung schickenwir ihn in die nächste als einen mehr denn zwölfjährigen Men-schen, mit zehnmal weniger Kenntnissen, als der fünfjährigeChristian Heinrich Heinckc von Lübeck*) hatte, da ihn nachdem Examen die Amme wieder an den Busen legte so ohnealle Natur- und Länder- und Weltgeschichte, ausgenommen dasTheilchcn davon, welches er selber war so ohne alles Fran-zösische und Musikalische im Lateinischen nur mit ein Bis-chen Lange und Specius angethan kurz als ein solches lee-res durchsichtiges Skelet oder Gcripplcin ohne gelehrte Nah-rung und Umleib, daß ich mit Ihnen allen kaum Zeit undOrt erwarten kann, wo er doch einmal ansangcu mnß etwas

») Christian von Schöncich, der Lehrer und Lcbcnsbeschrcibcr die-ses am 6. Fcbr. 1721 gcbornen Wunderkindes, berichtet (1726)in dessenLeben, Thatcn, Reisen und Tod", daß cs dielateinische und französische Sprache, Geschichte, Geographieund die Jnstituzioncn des Römischen Rechts verstanden, Kennt-nisse von der Theologie und Anatomie gehabt habe, witzigund scharfsinnig gewesen sei, aber beständig von der Milch sei-ner Amme gelebt habe.