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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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Freunde allerlei Graziale und Douceurs der Nebcrbringerfatale Worte für die eine Partei ersparen wollen.

Da ich Ihre wohlwollenden Gesinnungen für Vater nndSohn so gut kenne, so wollt' ich wol crrathen, daß Sic jetzoinnerlich im Jubel rufen:Dicß ist ja köstlich, daß endlichder Mondwechsel der Pfarreien ihm ein anderes schönes Wetterbringt; und wir sehen den jovialen Tonküustlcr ordentlichfrüher als sonst von der Herrschaft (er unterhielte sic ansDank gern länger) mit seiner Bullenbcißerin nach Hauselausen, blos um nur so früh wie möglich seine Selberent-zücknng unter die Seinigcn, besonders an die arme Gattinauszuthcilcn, welche durch das bisherige Achrcnlcscn, jaZehcndcn-Sammeln auf den ältcrlichen Feldern, wahrlichgenug geduldet hat."

Ich bemerke dagegen nichts, als daß Sie sämmtlich insBlaue fehlschießen, nnd mich wundert der Fehlgriff. Ernstund traurig brachte er die Frcudenpost; aber nicht blos weilans dem Blumen- und Acrntekranz des Glücks wie auf demBrautkranz immer einige Thautropfcn hangen, die wie Thrä-^nen aussehen, sondern auch weil in ihm schon der Abschiedvon der geliebt-liebenden Gemeinde zu weinen anfing, welcheseit vielen Jahren seine zweite Familie, nur im größer» Fa-milienbctsaal der Kirche, geworden, und zuletzt noch, weil nunLas stille, ruhige, unbegaffte, einfache Stillleben des DorscSin der Zukunft nur als ein fernes Gemälde in seiner Erinne-rung hangen sollte. Freilich ist das Landleben gleich demSeelleben einfarbig, ohne Abwcchsel kleiner nnd großer Ge-genstände; aber cs gibt eine Art einförmiger Freude, welchestärkt, so wie das einfarbige Meer auf Lnngensüchtige freund-Jean Naul's auögew. Werle. XVI. 5