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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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die Lüste zu erheben, sondern noch zehnmal weiter bis an denHimmel hinaus strecken will; wenigstens mit jedem Fühlfadcnan einen der vier Trabanten Jupiters. Von diesem närrischenBunde zwischen Fcrnsnchen und Nahcsuchcn dem Fernglasähnlich, das durch bloßes Nmkehrcn entweder die Nähe ver-doppelt oder die Ferne wird in unseren Vorlesungen mehrVorkommen, als ich verlange oder der bloße Herbst zulicfert.

Dieser Haussinn zeigte sich in den Phantasien des Kna-ben; die jungen Schwalben pries er glücklich, weil sie in ih-rem ummauerten Neste innen so heimlich sitzen konnten in derNacht. Wenn er in den großen Taubcnschlag auf dem Dachehineinsticg, so war er in diesem Zimmer voll Zimmerchcn oderTanbenhöhlcn ordentlich wie zu Hause, und die Antlitzseitewar ihm ein Louvre oder Esknrial im Kleinen. Ich fürchtenur, man läßt es mir selber entgelten, wenn ich die kindischeKleinigkeit in meinen Vorlesungen aufnehmc, daß er ein voll-ständiges Stück Fliegcnhans ans Thon, eigentlich ein Lust-schloß, gebanct, so lang und so breit wie eine Männcrfaust undum etwas hoher; cs war aber das ganze Spcischaüs rothangestrichen und mit Dinte in Ziegelquader abgetheilt, innenmit zwei Stockwerken, vielen Treppen mit Geländern undKammern, einem geräumigen Dachboden versehen, außen abermit Erkern und Vorsprüngen und sogar mit einem Nauchfangversorgt, welchen ein Glas zudcckte, damit nicht statt desRauchs die Fliegen hinauszögen. Nirgends waren Fenstergespart, und das Schloß, durfte man behaupten, bestand weitmehr aus Fenster als ans Mauer. Wenn nun Paul so dieunzähligen Fliegen in diesem weiten Lustschloß treppauf trcpp-nieder in alle große Zimmer und dann gar in die niedlichenErkerchen lausen sah: so macht'-er sich eine Vorstellung von

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