Druckschrift 
Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
Seite
47
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Wir steigen mm zu solchen Joditzcr Idyllen auf, meinetheucrn Zuhörer uud Hörerinnen, welche von Paul mehr au-sterhalb Joditz genossen werden und die man wol am bequem-sten eintheilt in die, wo er selber nicht zu Hanse ist, und die,wo sein Vater nicht zu Hause ist. Ich fange mit den letztenan, weil ich cs unter die unerkannten Kindheitfrcudcn rechne,wenn die Väter verreisen. Denn gerade in diesen Zeiten er-thcilcn die Mütter die herrlichen akademischen Zensur- undHandelsreihciten der Kinder. Paul und seine Bruder konntenhinter den Augen der in Geschäfte verstrickten Mutter überdie Hofklingclthüre hinaus nach einigem Gränzwildpret desDorfs jagen, z. B. nach Schmetterlingen, Grundeln und Bir-kensaft und Wcidenrindcn zu Pfeifen, oder einen neuen Spiel-kameraden, den Schulmeisters Fritz, hcreinlasscn, oder Mittagsläuten helfen, blos um von dem Seil bei dem Ausschwingender Glocke in die Höhe gezogen zu werden. Eine an sich be-deutende Lustbarkeit innerhalb des Hofes war auch groß genug nur konnte Paul dabei sich leicht das Genick brechen, undmir so meine ganze Professur im Voraus abnehmen undbestand darin, daß er in der Scheune auf einer Leiter einenfrei liegenden Balken bestieg und von ihm aus das anderthalbStockwerk tief gelegte Heu herunter sprang, um unterwegsdas Fliegen zu genießen. Zuweilen setzte er das Klavier imoberen Stock ans offne Fenster und spielte aus ihm über alleMaßen in das Dorf hinab und suchte gehört zu werden vonVorübergehenden. Das Hinabklingcn verstärkt' er noch ge-waltig durch eine Feder, die er stark über die Saiten, welchedie Linke vermittelst der Tasten spannte, mit der Rechten führte.Wol that er auch einige Federstriche aus die vom Saitenstege