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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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Schmink- und Salbbüchsen, ohne März'- und Scifcnwaffcr,und ohne Nachtlarven im höchsten Grade reizend und bezau-bernd zu machen weiß, wenn man ihm dazu nur einige Abende Gesänge Hcrzworte einränmt, daß wol Niemand schönererscheint, als eben die gedachte Person aber natürlich nurin seinen eignen Augen; denn wer spricht von andern?

Sehr bestätigt dicß die eben erwähnte Frau: denn alser sie zwanzig Jahre darauf in Hof wicdersah, ihm gegen-über wohnhaft, fand er blos noch die Narben, fonst nichts;sie selber unscheinbar und gebückt, und ich nenne sic nicht.

Die reine Liebe hat so unendliche Kräfte zu erschaffenund zu erheben so wie die gemeine zu zertrümmern undhinabzndrücken, daß sie uns im Darstcllcn noch stärker ergrei-fen würde, wäre sie nicht so oft geschildert worden; aber ebendarum konnte nur sic die vielen tausend Bände vertragen,welche sie malen. Man nehme einem Menschen, der in derZeit der Liebe die Landschaften die Sterne die Blütenund Berge die Töne die Lieder - die Gemälde undGedichte ja die Menschen und das .Sterben mit dichteri-schem Genießen anschant; man nehme diesem die Liebe: so hater die zehnte Muse oder vielmehr die Muscnmutter verloren;und jeder fühlt in später» Jahren, wo dieser heilige Rauschsich selber verbietet, daß zu allen Musen ihm noch die zehntefehle.

Wir kommen zu den Sonntagen unscrs Pauls, an denendie Idylle ansehnlich zunimmt. Sonntage scheinen ordentlichfür Pfarrer und Pfarrkinder erschaffen; besonders ergötzte un-fern Paul eine recht große Menge Trinitatis, oder die größtevon 27, obgleich durch alle 27 nicht Ein Sommersonntagmehr in die Welt und Kirche kam als in andern Jahren. In