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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
Seite
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Haus behalten, mehre artige Potentaten auf, die er mit Fettund Nuß nach ihrc-m gemalten Leben gezeichnet und mit demFarbenkästchen täuschend illuminirt hatte, nnd ließ den Schnei-der Augnstinen sie mit dem Anstrage überbringcn, die Reiterund Fürsten seien von ihm, und er schenk' ihr sie zum ewigenAngedenken.

Einen andern Liebehandel aus derselben Zeit, der nichtlänger dauerte als das Mittagessen, spann er seines Ortsdie junge Frau wußte kein Wort davon ganz im Stillenund tief im Busen an, als er einst in Köditz an einer vor-nehmen Tasel voll Erwachsener eben der gedachten jungenFrau gegenüber saß und solche anblickte in Einem fort. Daentquoll in ihm für sie eine Liebe unaussprechlich an Süßig-keit, unerschöpflich dem Anschaucn, ein Herzens-Auseiuandcr-wallen, ein himmlisches Vernichten und Auflösen des ganzenMenschen bloS in sein Auge. Weder sie sagte dem verzau-berten Pfarrknaben ein Wort, noch weniger er ihr; hätte siesich aber gebückt und den armen Jungen etwa geküßt: er wärevor lauter Himmel gen Himmel gefahren.

Dennoch blieb ihm mehr das Gefühl als ihr Gesicht, vonwelchem er nichts behalten als die Narben. Da nun dieseSchönheit schon die zweite blatternarbige ist in späten:Vorlesungen treten noch mehre nach so hält cs der Pro-fessor für Pflicht, allen vaccinirten Zuhörerinnen zu erklären,daß er sie allerdings so gut und so hoch zu schätzen weiß wieeiner, daß nur aber damals eine andere Gesichtermode gewe-sen. Paul hat überhaupt dicß an sich, und er macht sichheute in dieser schönen Versammlung anheischig, daß er jedesweibliche Gesicht, dessen sogenannte Häßlichkeit nur keine mo-ralische sehn darf, ohne alle kosmetische Kunstgriffe, ohne