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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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umflatterte, war seine erste Liebe. Es war ein blauäugigesBauernmädchen seines Alters, von schlanker Gestalt, eirundemGesicht, mit einigen Blatternarben, aber mit den tausend Zü-gen, welche eben wie Zanbcrkreisc das Herz gefangen nehmen.Auguste oder Augnstina wohnte bei ihrem Bruder Römer, einseiner Jüngling, als guter Sänger im Chore und als Rech-ner bekannt. Zu einer Licbeerklärung kam cs zwar bei Paulnicht, sic müßte denn diese Vorlesung gedruckt in die Handbekommen aber von weitem spielte er doch seinen Romanlebhaft so, daß er in der Kirche von seinem Pfarrstuhle anssie in ihrem Weiberstnhle ziemlich nahe genug ansah und nichtsatt bekam. Und doch war dieß nur Anfang; denn wenn sieAbends ihre Wcidekühe nach Hause trieb, die er am unver-geßlichen Glockengeläut«: erkannte, so kletterte er auf die Hof-maner, um sie zu sehen und heran zu winken, und lief dannwieder herab an den Thorweg, an das Sprachgittcr sic dieNonne außen, ich der Mönch innen um durch eine Spaltehinaus die Hand zu bringen mehr durste nicht von denKindern aus dem Hofe und ihr etwas Eßbares, Zucker-mandcln oder sonst etwas Köstliches, das er ans der Stadtgebracht, in die Hand zu geben. Leider trieb er's in man-chem Sommer nicht dreimal zu solchem Glück, sondern ermußte meistens alles Gute, besonders den Gram dazu, in sichfressen. Waren jedoch seine Mandeln einmal nicht aus einensteinigen Acker gefallen, sondern in das Eden seines Auges:so erwuchs freilich ans ihnen ein ganzer blühender im Kopsehängender Garten voll Duft, und er ging darin wochenlangspazieren. Denn die reine Liebe will nur geben und durchGlücklichmachcn glücklich werden; und gäb' es eine Ewigkeitortstcigcnder Beglückung, was wäre seliger als die Liebe?