Erdboden gibt es blos Sommer, der überall nur auf Früchteund Gegenwart eingerichtet ist. Nur der Schnee ist der Vor-hang, der blos von der Bühne oder Erde aufgezogen zu wer-den braucht, so fangen für das Dorf — denn die Stadt hatihre Lustbarkeiten nur im Winter — die Sommerlustbarkcitenan, denn schon Ackern und Säen find dem Landmann Lenz-erntcn und führen für einen Pfarrer, der seinen Feldbau hat,und für seine immer cingespcrrten Söhne neue Szenen ans.Da wurden wir armen vom ganzen Winter und Kerkermeisterin den Pfarrhof cingcschlossenen Kinder durch den vom Him-mel gesandten Engel der Jahrzcit befreiet und hinansgclassenin die freien Felder und Wiesen und Gärten. Da wird ge-ackert — gesäet — gepflanzt — gemäht — Heu gemacht —Korn geschnitten — geerntet, und überall steht der Vater da-bei und Hilst mit und die Kinder Helsen ihm nach, besondersich, als ältestes. Ihr lieben Zuhörer solltet nur wissen, wasdas heißt, ans einmal nicht etwa ans Stadtmauern, welcheviel Feld umschließen, sondern ans Hofmauern, und zwar so-gar über das ganze Dorf, hinwcgzukommen in mauerfrcie Be-zirke hinaus und in das Dorf von oben zu sehen, in dasman nicht von unten gesehen.
Mein Vater stand aber neben den Feldarbeiten nicht alsein Treiber und Frohnvogt (obwol sie durch Frohubaucrn ge-schahen), sondern als freundlicher Scelenhirt, der an der Na-tur nud an den Beichtkindern zugleich Antheil nehmen wollte.Wenn ich andere Geistliche und Nittergutbesitzer und Geizigeso reichlich vom Kops bis zum Fuße ausgerüstet sehe mitSaugerüsselu, Saugestacheln und allen Einsauggefäßen, so daßste immer an sich ziehen: so find' ich bei meinem Vater leiderdas äußere Saug- oder Einsaugsystem fast in gar zu siechem