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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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ein noch kleineres Fischchen zu sangen war. Diese that er ineinen ausgehöhlten Krautstrunk (er stellte eine Heringtonnc vor)und salzte sie gehörig ein, und so hätt' er, sobald das Tönn-chen voll war, Heringe zu essen gehabt, wenn nicht alles ge-stunken hatte. Nicht besser, sondern noch schlechter würden zuVorläufern eines kleinen Kameralkorrespondcuten Surrogat-Erfindungen wie solche sich eignen, daß er braun getrockneteBiruhälstcn für kleinere Schinken, in Scherben gebratene ab-geschnittcnc Taubensüße für ein fertiges Essen gab, oder daßer Schnecken auf die Weide trieb. In der That äußerst lä-cherlich würde mir jeder künftige Geschichtforschcr des gegen-wärtigen Geschichtforschcrs seyn, der aus aufgelcscncu Bruch-stücken, wie sic in jeder anderen Kindheit umhergestrcut sind,etwas Besonderes zusammcnlcscn wollte; der närrische Mannwürde mir blos wie jener Pariser Balbier Vorkommen, dermit Beistand eines Jesuiten mehre Elcphantcnknochcn zusam-menstellte und sie für das wahre Gerippe des deutschen NiesenTcutobachs verkaufte. Nicht der Bart macht einen Philoso-phen, obwol einen Matrosen oder einen Missethäter, wenn beidedamit aus Schiff und Kerker steigen, weil sic darin nicht un-ter das Balbiermcsscr kommen.

Da die uferlose Thätigkeit unseres Helden sich mehr aufgeistige als aus körperliche Spiele warf die er aber allemit unsäglicher Wollust trieb so erfand er auch statt neuerSprachen neue Buchstaben. Er nahm geradezu die Kalendcr-zeichcn, oder geometrische aus einem alten Buche, oder che-mische, oder neueste aus seinem Kopfe, und setzte daraus einganz neues Alphabet zusammen. Hatt' er cs fertig: so warsein Erstes, daß er selber von seinem alphabetischen SolitairGebrauch machte und eine oder ein Paar Seiten voll abge-